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In einer Welt, in der überall kommuniziert wird, ist Aufmerksamkeit zu einer der wertvollsten Währungen geworden. Mit einer neuen Awareness- und Fundraising-Kampagne haben wir gemeinsam mit dem Schweizerischen Gehörlosenbund einen ungewöhnlichen Moment der Stille geschaffen. Bekannte Schweizer Persönlichkeiten sprechen direkt in die Kamera, doch man hört nichts. So machen wir unmittelbar erlebbar, mit welchen Barrieren gehörlose und hörbehinderte Menschen im Alltag konfrontiert sind.

Wir leben in einer ziemlich lauten Welt. Überall blinkt und poppt etwas auf, spricht uns an oder ruft nach unserer Beachtung. Wir hören einander zu, telefonieren, schauen Videos und konsumieren jeden Tag unzählige Inhalte. Aufmerksamkeit ist dabei zu einem umkämpften Gut geworden. Wer gehört werden will, muss sich gegen immer mehr Reize behaupten.

Doch gerade dort, wo Aufmerksamkeit besonders wichtig wäre – bei gesellschaftlich relevanten Themen –, gehen viele Anliegen unter. Das gilt auch für Gehörlosigkeit und Hörbehinderung. Denn oftmals schafft nicht die Hörbehinderung selbst die Barrieren, sondern eine Gesellschaft und Kommunikation, die gehörlose und hörbehinderte Menschen ausschliesst.

Wie schafft man also Aufmerksamkeit für ein Thema, das nicht laut ist, aber umso wichtiger? Unsere Antwort lautet: indem man nicht lauter wird, sondern still. Unter dem Titel «Hinhören» haben wir gemeinsam mit dem Schweizerischen Gehörlosenbund eine Kampagne entwickelt, die das Problem nicht nur sichtbar, sondern unmittelbar erlebbar macht. Im Zentrum stehen bekannte Schweizer Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen. Menschen, bei denen man normalerweise hinhört, wenn sie sprechen. Unter anderem beteiligen sich Timo Meier, Christa Rigozzi, Hausi Leutenegger, Sidney Schertenleib, Simon Ehammer, Francine Jordi oder Nino Schurter sowie weitere Persönlichkeiten aus der Schweizer Öffentlichkeit. Sie sprechen in kurzen Videos direkt in die Kamera. Doch es ist kein Ton zu hören.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer stutzen. Ist das Gerät stummgeschaltet? Funktioniert der Lautsprecher nicht? Fehlt etwas? Dann erst folgt die Auflösung. Diese Irritation ist der Kern der Idee. Der fehlende Ton wird zum Stilmittel und schafft einen kurzen Perspektivwechsel: Hörende Menschen erleben für einen Moment, wie es sich anfühlen kann, wenn Kommunikation nicht barrierefrei ist.

Die Kampagne wurde anlässlich des Tags der Gebärdensprachen am 23. September 2026 lanciert. Dafür entstanden verschiedene Formate für TV, Online Video, Social Media und digitale Paid-Media-Kanäle. So macht «Hinhören» ein Thema spürbar, das im Alltag oft übersehen wird: eine leise Kampagne, die gerade deshalb nicht überhört werden kann.

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«andfrank hat für uns eine Idee entwickelt, die Gehörlosigkeit und Hörbehinderung nicht nur thematisiert, sondern unmittelbar erlebbar macht. Der Mut, mit der Abwesenheit von Ton zu arbeiten, hat aus einer komplexen gesellschaftlichen Herausforderung eine einfache und starke Kampagne entstehen lassen.»

Yannick Schefer, Marketing & Kommunikation beim Schweizerischen Gehörlosenbund
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